Dienstag, September 01, 2009

FFF: MOON


Duncan Jones erschafft mit MOON einen erschreckend gut aussehenden Science Fiction Film, welcher mit einem ziemlich begrenzten Budget ausgestattet wurde. Doch wer auf Gefechte im Weltraum und Alien-Invasionen hofft, wird bitter enttäuscht. MOON ist einzig und allein ein Kammerspiel der Einsamkeit. Abgeschottet, die Welt die wir zu kennen denken in ungreifbarer Nähe. Der Film macht kein Geheimnis aus der Klon-Affäre. Sogar der Trailer verrät dies. MOON legt die Karten offen auf den Tisch und fokussiert die bittere Erkenntnis des Protagonisten und die Ausweglosigkeit der Geschichte. Duncan Jones versteht es diese "Tragödie" so intensiv zu erzählen, dass einem stellenweise die Tränen von der Wange laufen möchten. Auch durch gezieltes Auslassen verstärkt MOON die Fernwirkung und schafft an einigen Knotenpunkten des Films eine ungemein bedrückende Atmosphäre. MOON ist ein sehr formschöner 80s-Klon mit vielen eigenen kleinen Ideen und Nuancen die den Film letzten Endes abheben, aber auch liebens-/leidenswert machen. Einzig der Schluss ist mir persönlich zu optimistisch ausgefallen. Ähnliches Problem wie bei Boyle's SUNSHINE: Wieso stundenlang davon reden wie aussichtslos die Lage ist und dies aber - als harte aber ehrliche Konsequenz - nicht umsetzen? Dennoch trübt der Abschluss das Gesamtbild nicht. MOON ist eine kleine feine Perle.

Wertung: 8,5/10

Kommentare:

spidy hat gesagt…

Habe ich doch gewußt, dass District 9 dir besser gefällen wird als Moon ;-)))).
Wäre ein echtes Ding gewesen hätte dir Moon nicht gefallen.
Da würde ich mal sagen du hast mit District 9, Deliver us from Evil und Moon wohl die drei besten Film auf dem FFF gesehen.

Timo hat gesagt…

Ja, aber fand beide Filme wirklich sehr stark. Bin gespannt ob der 2. Tag noch eine Überraschung parat hält. :-)